schoen + sandt produziert heute im wesentlichen Stanzmaschinen für Flachteile aus verschiedenen nichtmetallischen Werkstoffen, wie zum Beispiel Textilien, Leder, Pappe, Kunststoffen usw. Ausnahmen sind zum Beispiel Aluminiumfolie bis 0,5 mm Stärke für die Herstellung von Hitzeschilden für Katalysatoren.

Bei Stanzmaschinen werden im Gegensatz zu anderen Schneidverfahren wie zum Beispiel Laserschneiden, Wasserstrahlschneiden oder Cuttern mit oszillierenden Messern, komplette Konturwerkzeuge verwendet.

Die Vorteile dieser Schneidtechnologie sind die komplette und wiederholgenaue Fertigung eines Teiles in einem reproduzierbaren Arbeitsschritt. Das heißt, die Genauigkeit der Werkstücke wird im Vorfeld durch das Werkzeug definiert und nicht durch äußere Einflüsse. 

 Durch diese Technologie unterscheiden sich deshalb auch Stanzmaschinen wesentlich von Pressen, obwohl diese auf den ersten Blick von ähnlichem konstruktivem Aufbau sind. Während Pressen in ihrer Hauptanwendung zur Erzeugung eines Formteiles mit Hilfe von stabilen Werkzeugen dienen, sind diese auf das definierte Erzeugen des Pressdruckes ausgelegt. Bei Stanzmaschinen liegt die Hauptanforderung bei dem genauen erreichen der Endlage zum Durchtrennen des Materials. Eine genaue Endlage erhöht wesentlich die Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge und Stanzunterlagen. Da die, bei Stanzmaschinen eingesetzten Werkzeuge sehr einfach und somit kostengünstig aufgebaut sind, erfordert dies zum einen eine wesentlich stabilere Maschinenkonstruktion, ermöglicht zum anderen jedoch auch eine fest vorgegebene Ablaufsteuerung des Druckerzeugers, was wiederum eine einfache Bedienung der Maschinen möglich macht und somit im allgemeinen keine besonderen Kenntnisse vom Maschinenbediener erfordert. 

Besonders bei mittleren und höheren Produktionsmengen sind die Nebenkosten, die bei einer Stanzmaschine durch Werkzeuge und Verschleißunterlagen entstehen, geringer als bei vergleichbaren Schneidtechnologien. 

Dies erfordert jedoch auch eine solide Maschinenkonstruktion und eine hohe Genauigkeit der Maschine in Tiefstlage.

Für eine genaue Endlage im Stanzendpunkt kommen heute bei hydraulischen Maschinen zwei Methoden zur Anwendung. Bei kleineren Maschinen (< 500 kN Stanzkraft) wird in der Regel eine Abschaltung über einen elektronischen Weggeber bevorzugt. Diese Methode ist aber bei größeren Stanzkräften und Stanzflächen nicht mehr ausreichend. Deshalb wird bei größeren Maschinen eine Abschaltung über mechanische Tiefpunktanschläge mit Kontaktschaltern bevorzugt. Hierbei sind vier planparallel angeordnete Anschläge die automatisch auf die Werkzeughöhe eingestellt werden, an den Eckpunkten der Maschine angeordnet.